
La Serena und das Valle de Elqui waren unser erster richtiger Stopp auf unserer Reise. Jetzt im neuen Jahr haben wir wirklich Santiago verlassen und uns auf den Weg nach Kolumbien gemacht. Und da war unser erster Halt La Serena, eine 200.000 Einwohnerstadt an der Küste, etwa sechs Stunden von Santiago entfernt. Die Stadt war ziemlich groß und nicht wirklich besonders. Das Stadtzentrum mit seinem Plaza de Armas war ganz schön, dort gab es einen kleinen Handwerkermarkt. Sonst hatte die Stadt nur einen Strand mit sehr kaltem Wasser und einen japanischen Garten zu bieten. Der japanische Garten war klein aber sehr schön, und ganz witzig das wir alle zum ersten Mal in Chile in einem japanischen Garten waren.

Nachts wird die Wanne mit der Energie der Sterne getankt und wenn man dann morgens in der Wanne badet, sammelt man so gute Energie
Da La Serena wirklich nicht sehr besonders war, haben wir uns sehr schnell auf den Weg ins Valle de Elqui gemacht. Das Tal ist zwei Stunden von La Serena entfernt und für seine Piscoproduktion (ein typischer chilenischer und peruanischer Alkohol) und den besten Sternenhimmel Chiles bekannt. Es wurde uns vor allem von Chilenen empfohlen und ist ein sehr ruhiger Ort mit sehr vielen kleinen Dörfern. Man hat aber schnell gemerkt, dass wir hier schon in der Wüstenregion sind, denn mittags war es unglaublich heiß und abends wieder sehr kalt. Dafür waren die Sterne aber wirklich atemberaubend. Wir haben an einem Abend eine Tour in ein Observatorium in der Nähe gemacht (Fun Fact: 60% aller Teleskope weltweit stehen in Chile, da es einen der besten Nachthimmel hat). Im Observatorium wurden uns die bekanntesten Sternenbilder der südlichen Hemisphäre gezeigt und wir konnten einige Sterne aus der Nähe betrachten, was unglaublich interessant war. Eine der besten Sachen war aber der Mond. Durch das Teleskop konnte man die Krater richtig gut sehen und wir konnten ein Bild machen, was einfach nur super spannend aussieht.

Neben dem Beobachten der Sterne waren wir auch baden und haben uns die Gegend angeschaut. Was natürlich auch nicht fehlen durfte, schließlich ist das Valle de Elqui bekannt dafür, war eine Pisco und Weinverkostung. Vor allem das Probieren von verschiedenen Piscos und mehr über dessen Herstellung zu erfahren, war für uns sehr interessant, denn wir alle kannten den Alkohol bevor wir nach Südamerika gekommen sind nicht. Pisco ist vergleichbar mit Rum und Whiskey, je nach Sorte mischt man ihn (der bekannteste Cocktail ist hier der Pisco Sour) oder trinkt ihn pur oder auf Eis. Laut unserer Führerin sollte man ihn allerdings niemals mit Cola mischen (was aber eines der beliebtesten Partygetränken der Chilenen ist).

Das Tal mit seinen unzähligen Weinplantagen hat uns sehr gut gefallen. Besonders fanden wir auch den Unterschied zwischen dem grünen Tal und den trockenen, staubigen Bergen um das Tal herum. Man hat sehr deutlich gemerkt, dass die Region zur Wüste gehört und das Trockenheit in Zukunft ein größeres Problem werden wird. Denn mit 66ml Niederschlag im Jahr und schwindendem Schnee in den Bergen, wird Wasser im Tal immer knapper, was auch für die Wein und Piscoproduktion eine Herausforderung werden wird.