
Die Atacama Wüste. Auf die haben wir beide uns sehr gefreut. Für uns beide war es die erste Wüste die wir jemals gesehen haben und dementsprechend hatten wir die Klischeeerwartungen: überall Sand, Dünen und unglaubliche Hitze ohne grün oder Wasser. Die Atacama Wüste hat uns daher ziemlich überrascht. Noch nie habe ich eine so vielfältige Landschaft an einem Ort gesehen. Es gab so viele unglaublich verschiedene Regionen, dass man kaum glauben konnte, das sie alle nur ein paar Kilometer voneinander entfernt sind. Dadurch das die Wüste umgeben von Vulkanen und Bergen ist, wird die Landschaft davon sehr geprägt. So waren wir auch mal auf 4000 Höhenmetern wo es dann schon wieder relativ kalt war. In den drei Tagen in der Wüste haben wir unglaublich viel gemacht und gesehen. So viele Bilder wie von der Wüste, habe ich in vier Monaten Santiago nicht gemacht. Den ersten Tag waren wir mit einer Tour unterwegs, da die aber sehr teuer sind, waren wir die anderen beiden Tage im Auto unterwegs, aber dazu später mehr. Da wir so viel erlebt haben, teile ich die Zeit in der Wüste auf. Hier jetzt unser erster Tag:

An unserem ersten ganzen Tag in der Wüste sind wir mit einer Tour in die Hochebene um San Pedro de Atacama gefahren. Zuerst haben wir einen Stopp an einer Salzlagune gemacht bei der es Flamingos gibt. In der ganzen Gegend gibt es ziemlich viele Salzlagunen mit Flamingos, die Chaxa Laguna ist aber eine der bekanntesten. Nach der Lagune ging es weiter zu einem kleinen Dorf im nirgendwo, dass vor allem vom Tourismus lebt. Das Dorf teilt alles miteinander, ihre Einnahmen aus dem Tourismus und ihre Landwirtschaftlichen Erzeugnisse. Es war ziemlich beeindruckend zu sehen, dass es noch Menschen gibt, die an so entlegenen Orten leben. Nach dem Dorf ging es in die Hochebene auf 4000 Meter wo wir verschiedene Lagunen angesehen haben. Eine der beeindruckendsten Sachen an der Wüste war wie viel Grün es doch überall gab. Durch die Berge gibt es einige Flüsse die durch Eisschmelzen entstehen und das Tal mit Wasser versorgen, deswegen haben wir immer wieder grüne Flächen inmitten von karger Landschaft gesehen.

Am Abend nach der Tour haben wir dann das Glück gehabt eine Spanierin und einen Chilenen kennenzulernen, die uns über Couchsurfing angeschrieben hatten. Die beiden hatten sich ein Auto gemietet und uns gefragt ob wir mit ihnen fahren wollen. Da die beiden in Deutschland studieren, war die Sprache auch keine Barriere mehr und wir haben uns die ganze Zeit in einem Mix aus Spanisch und Deutsch unterhalten. So sind wir abends zum Sonnenuntergang schauen noch zu einem Aussichtspunkt gefahren und haben geplant was wir in den nächsten zwei Tagen so gemeinsam machen werden.
