
Tag drei in Atacama war der eindrucksvollste und anstrengendste. Wir mussten um 4 Uhr aufstehen um zu den größten Geysiren Südamerikas zu fahren, denn die sind nur in der früh aktiv. Also sind wir um halb fünf zwei Stunden im dunkeln über Schotterwege zu den Geysiren gefahren. Das Gute an der Straße war, dass man nicht einschlafen konnte, weil das Auto so viel gewackelt hat. Das Gute an der Uhrzeit war, dass wir dadurch einen Kojoten und mehrere Esel auf der Straße gesehen haben. Das frühe Aufstehen hat sich auch auf jeden Fall gelohnt! Wir waren eine der ersten bei den Geysiren und konnten den Sonnenaufgang anschauen, während um uns herum Geysire Wasser und Rauch spuckten, was ein unbeschreiblicher Eindruck war. Die Geysire haben teilweise Wasser bis zu 7 Meter hochgespuckt und kamen in allen möglichen Formen und Varianten vor. Und es gab ein großes Steinbecken, dass durch das heiße Wasser der Geysire gewärmt wurde und in dem man schwimmen konnte, was wir natürlich gemacht haben. Das Wasser war angenehm warm bis heiß, aber sobald man ein Körperteil aus dem Wasser gestreckt hat, ist man sofort erfroren.

Auf dem Rückweg von den Geysiren konnten wir gar nicht glauben, was für Landschaft um uns herum war. Auf der zwei Stunden Autofahrt sind wir an grünen Ebenen mit Lamas und Alpakas, an Salz und Steinwüsten, Tälern mit Kakteen, Salzlagunen mit Flamingos und noch vielem mehr vorbeigefahren. Wir konnten kaum glauben, dass wir das alles in der früh im Dunkeln nicht gesehen haben. Die Landschaft war so unglaublich abwechslungsreich und spannend, dass wir fast jede 10 Minuten angehalten sind.

Da wir am Tag zuvor nicht zur Salzlagune gefahren sind, waren wir nach den Geysiren bei der Laguna Baltinache. Das war eine Salzlagune im nirgendwo, in der man Schwimmen konnte. Wie im toten Meer konnte man in der Lagune nicht untergehen und sich einfach treiben lassen, was super viel Spaß gemacht hat. Allerdings waren wir danach so unglaublich weiß vom Salz und unsere Badekleidung hart wie Stein. Die Lagune bestand aus drei kleineren Lagunen, in denen man nicht Schwimmen durfte, und einer großen in der es erlaubt war. Das Wasser hatte eine unglaublich schöne blaue Farbe und durch die ganzen Salzkristalle, sah es aus, als wäre die Lagune mit Eis überzogen und nur ein kleines Loch offen.

Die drei Tage in der Atacama Wüste waren unglaublich spannend, aber auch sehr anstrengend. Wir sind jeden Tag früh aufgestanden und spät schlafen gegangen um so viel wie möglich zu sehen. Deswegen dachten wir uns dass wir uns für die letzten Tage in Chile noch etwas Entspannung gönnen und so sind wir jetzt für zwei Tage nach Arica, direkt an der Grenze zu Peru gefahren um dort noch ein bisschen am Strand und Pool zu entspannen, bevor es weiter nach Peru geht.
