Arica

In Arica haben wir genau eine Sache gemacht: Absolut gar nichts. Nach den drei Tagen in der Wüste, an denen wir von morgens bis abends unterwegs waren, haben wir uns nur nach einer Sache gesehnt, nämlich Ruhe.
Arica ist eigentlich eine sehr coole Stadt. Sie liegt am Meer, man kann gut schwimmen und surfen, es gibt Schildkröten und in der Gegend viele schöne Berge und Täler. Die Innenstadt soll auch ganz schön sein.
Wir haben genau zwei Sachen von der Stadt gesehen, den Busbahnhof und unser Hostel. Das wars. Wir hatten uns ein Hostel am Ende der Stadt ausgesucht, wir wussten dass es weit weg vom Zentrum ist, was uns nicht bewusst war, war dass das Hostel bereits in einem kleinen Vorort der Stadt war. Das der Ort klein war, beweist am Besten der Fakt, dass die Straßen nicht geteert waren. Da es also in unserer Umgebung nichts zu tun gab, haben wir unsere zwei Tage damit verbracht zu essen, am Pool zu sitzen, Blacklist anzuschauen und uns über Peru zu informieren. Da ist unsere Reise nämlich danach hingegangen. Wir hatten eigentlich noch geplant uns gegen Gelbfieber impfen zu lassen, dann aber gelesen dass man das in Peru kostenlos kann. Wir hatten auch überlegt mit einem kleinen süßen Zug über die Grenze nach Peru zu fahren. Da der aber nur in der Früh und sehr spät Abends gefahren ist, haben wir das auch gelassen.
Also sind wir mit dem Bus nach Tacna, einer Stadt direkt hinter der Grenze gefahren. Der Grenzübergang war der Lächerlichste den wir beide jemals überquert haben. Ich habe ein Visum für 90 Tage bekommen, Frane eins für 60. Ist aber auch egal, wir werden nicht länger als 30 Tage im Land bleiben. Unser Gepäck wurde durchleuchtet, aber der Sicherheitsmann hat nicht auf den Bildschirm geschaut sondern sich mit seinem Kollegen unterhalten. Also hätten wir doch unseren Pisco mitnehmen können (Pisco aus Chile darf nicht nach Peru eingeliefert werden, wahrscheinlich damit beide Länder ignorieren können, dass Pisco in einem anderen Land auch existiert).
Jetzt sind wir auf jeden Fall bestens vorbereitet auf Peru und gut ausgeruht um das Land zu erkunden. Gerade befinden wir uns in Arequipa, nah an der Grenze. Dort gewöhnen wir uns gerade an die Höhe. Die Stadt ist mit 2300 Metern nämlich noch relativ weit unten gelegen.

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