Cúcuta

Die Aussichtsplattform der Stadt

Auf unserem Flug von Bogota nach Leticia haben wir es schon gemerkt, Cúcuta ist keine Touristenstadt. Der einzige Grund weswegen wir hergekommen sind, war um Franes Gastfamilie zu besuchen, bei der er gewohnt hat, als er sein Freiwilligenprojekt in Kolumbien gemacht hat. Die Mutter und Tochter und auch die Freunde von Frane haben sich alle schon sehr darauf gefreut, dass er wieder kommen würde. Und so waren wir beide auch voller Vorfreude als wir ankamen. Frane, weil er alle seine Freunde wieder sehen würde und alte Erinnerungen auffrischen konnte und ich, weil ich endlich den Ort und die Menschen kennenlernen würde, von denen Frane mir seit einem Jahr erzählt. Wir wurden am Flughafen von Laura abgeholt und bei ihr zuhause auch von ihrer Mutter, der Katze und den beiden Hunden herzlich begrüßt. Da es bereits spät abends war, gingen wir relativ bald schlafen, denn die beiden nächsten Tage waren vollgepackt.

Pastelles de Garbanzo

Am nächsten Vormittag trafen wir uns mit Daniel, einem guten Freund von Frane, der sich wie Laura und ihre Mutter sichtbar darüber freute, dass Frane zwar nicht besser spanisch konnte, jetzt aber einen „Transductor“ dabei hatte, wie er jedem stolz erzählte. Am Nachmittag ging es dann mit Laura kurz ins Krankenhaus um Franes Finger wieder zu röntgen und dann in die Mall und Pastelles de Gabanzo essen, das sind kleine Teigtaschen gefüllt mit einem Brei aus Kichererbsen, die Frane über alles liebt. Am Abend haben wir uns dann mit Lauras Mutter getroffen und sind auf den Aussichtspunkt der Stadt gegangen, eine riesige Jesusstatue die in verschiedenen Farben angestrahlt wird.

Die Jesusstatue

Am nächsten Tag ging es dann vormittags wieder in die Mall um bei einem Fruchtsaft noch einmal mit Daniel und einer weiteren Freundin von Frane zu quatschen. Danach ging es dann zur Casa de Santander. Santander gilt als der Befreier Kolumbiens von den Spaniern. Er stammt aus Cúcuta und in seinem damaligen Haus ist jetzt ein Museum dass sich mit ihm als Person und der damaligen Geschichte Kolumbiens beschäftigt. Wir hatten das Glück eine Führung zu bekommen und so wurde uns alles mögliche interessante über Santander und Simon Bolivar (einem der anderen Befreier Südamerikas) erzählt, auch haben wir so erfahren, dass der erste der die Region von Cúcuta entdeckt hat ein Deutscher war. Was auch sehr interessant war, war der Deutsche Reisepass aus Hamburg, den Santander auf seiner Reise durch Europa genutzt hat.

Im Garten des Hauses Santander

Am Abend, bevor wir in den Bus nach Santa Marta gestiegen sind, ging es dann noch kurz zum Ultimate Frisbee Team, das Frane damals mit trainiert hat. Die Freude des Teams und der Trainerinnen Frane wieder zu sehen war sehr groß und so wurde erst eine Fotosession eingelegt und danach noch ein wenig gespielt, bevor wir dann leider los mussten.
Die zwei Tage in Cúcuta kamen uns beiden unglaublich kurz vor, da wir die ganze Zeit unterwegs waren um Leute zu treffen und die Stadt zu sehen. Aber ich muss wirklich sagen, dass mir die Stadt sehr gut gefallen hat, die Leute waren alle unglaublich freundlich und Laura und ihre Mutter die liebsten Gastgeber die man sich vorstellen kann. Der Abschied ist daher allen sehr schwer gefallen und Cúcuta wird definitiv wieder ein Stopp, wenn wir wieder nach Südamerika kommen.

Das Ultimate Frisbee Team

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