Bogota

Kirche in Bogota

Das Ende unserer Reise ist gekommen. Wir können es beide kaum glauben, dass es jetzt vorbei ist. Die Zeit ist teilweise so langsam vergangen und jetzt ging doch alles so schnell. Während ich das schreibe ist Frane bereits im Flugzeug nach Madrid und wenn ihr das lest sind wir beide hoffentlich gut in Deutschland angekommen. Aber bevor wir zum Ende kommen, waren wir noch einen Tag in Bogota, der Hauptstadt Kolumbiens. Gemacht haben wir allerdings nicht viel, wir sind über Nacht mit dem Bus gefahren und waren daher beide ziemlich müde, trotzdem haben wir uns zu einer Free Walking Tour überredet, die vor allem für mich ziemlich interessant war, Frane hatte sie bereits bei seinem letzten Besuch gemacht, aber auch er bekam zumindest ein paar neue Orte zu sehen. Außer der Tour waren wir tatsächlich nur in einem Café und haben noch letzte Besorgungen gemacht und den letzten gemeinsamen Tag genossen.

Auch in Bogota gibt es viele Graffitis (witzige Story tatsächlich verdanken dass die Menschen hier Justin Bieber)

Nachdem ich Frane zum Bus zum Flughafen gebracht hatte, hatte ich noch einen gesamten Tag in Bogota vor mir, da mein Flug erst 12 Stunden nach seinem ging. So begann ich den Tag mit einer weiteren Free Walking Tour, dieses mal ging es aber um das Thema Krieg und Frieden und die Geschichte Kolumbiens, was ziemlich spannend war. Kolumbiens junge Geschichte ist sehr ereignisreich und das Land ist immer noch im Umbruch und versucht seine Gewalttaten durch Paramilitares, dem Militär und der Guerilla zu verarbeiten. Ein Prozess der sehr schwierig und langfristig ist, der aber durch verschiedene Parteien, dieses mal die Regierung, zum stoppen gebracht wird. Nach der Tour war ich durch die Informationen ziemlich erschlagen und machte nur noch einen kurzen Halt im Museum Boteros und der Museum des Goldes.

Botero hat einen Teil seiner Werke und seinen Besitz an Werken anderer Künstler gespendet um ein kostenloses Museum zu errichten

Nun sitze ich hier und schreibe den Blogeintrag bevor auch ich mich auf den Weg zum Flughafen machen werde. Zweieinhalb Monate waren wir unterwegs und in drei, bzw. vier Ländern wenn man den argentinischen Teil Patagoniens mitzählt. Der Beginn der Reise kommt mir wie eine Ewigkeit vor, ich kann mich schon kaum noch an Patagonien erinnern, da seitdem so viele neue Erinnerungen dazugekommen sind. Uns wurde immer wieder die Frage gestellt, welches der drei Länder wir am besten fanden und um ehrlich zu sein ist diese Frage unmöglich zu beantworten. Alle drei Länder waren unglaublich unterschiedlich, sowohl von der Landschaft als auch von den Menschen und den Kulturen, etwas was ich vor dieser Reise niemals erwartet hätte. Da alle drei so unterschiedlich sind kann man sie kaum vergleichen, was ich, denke ich, ich für uns beide sagen kann ist das wir in Kolumbien vor allem die Menschen mochten, die sich unglaublich über Touristen freuen, und immer nett und hilfsbereit sind, dass wir in Peru vor allem die Landschaft mochten, die vom Machu Picchu bis zum Amazonas so unglaublich vielreich und beeindruckend war. Und Chile. Ja Chile ist zumindest für mich sowieso mit keinem Land vergleichbar. Da ich dort längere Zeit gelebt habe und so die Kultur und die Menschen auf eine ganz andere Art und Weise kennengelernt habe, als man es auf Reisen kann, wird dieses Land immer etwas anderes für mich bedeuten, vor allem da ich die Proteste miterlebt habe. Aber auch landschaftlich war das Land beeindruckend und unterschiedlich und wenn Frane und ich über unsere Highlights geredet haben, war die Atacama Wüste immer dabei. Ich denke am meisten beeindruckt hat uns der Amazonas, einfach schon weil es so anders ist als alles was wir kennen, und der Wald und seine Tier- und Pflanzenwelt nur beeindruckend sein können. Die Karibikküste und Cartagena hat mir auch sehr sehr gut gefallen, aber auch Machu Picchu und der Salkantay Trek müssen auf die Liste der Highlights. Man merkt also es ist nicht einfach die Favoriten zu bestimmen und so belass ich es einfach hierbei und jeder kann selbst entscheiden, welche Orte er am schönsten fand, wo man wieder hinmöchte und welche Länder man weiter erkunden möchte.

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