Puno und Lago Titicaca

Puno und der Titikaka See

Nach den 2300 Höhenmetern von Arequipa ging es für uns als nächstes dann auf 3800 Höhenmeter nach Puno. Man muss wirklich sagen, dass wir den Unterschied deutlich gespürt haben. In den ersten Tagen dort war selbst das Treppensteigen unglaublich anstrengend und wir haben uns danach jedes mal gefühlt, als wären wir gerannt. Abgesehen von den Höhenunterschieden war Puno als Stadt auch sehr unterschiedlich zu Arequipa. Puno ist relativ klein im Vergleich, die Altstadt bestand nur aus ein paar Straßen und der Plaza de Armas war leider gerade eingezäunt, da er umgebaut wird. In der Stadt selbst kann man eigentlich nicht viel machen, die meisten Touristen sind nur für Ausflüge auf den Titicaca See da. Wir hatten allerdings das große Glück zum richtigen Zeitpunkt in der Stadt zu sein.
Puno ist die Hauptstadt des Folklore in Peru, außerdem wird hier genauso wie in ganz Südamerika Karneval sehr groß gefeiert und ausgerechnet als wir da waren, fand der erste Umzug statt. Das bedeutete in der Realität, dass zwölf Stunden (ja wirklich zwölf Stunden, von 11 oder 12 wir wissen es nicht genau, bis 24 oder 2 Uhr nachts) lang ein Umzug durch die Stadt stattfand. Ununterbrochen lief eine Gruppe hinter der nächsten. Die Gruppen bestanden jeweils aus Fahnenträgern, dann vielen TänzerInnen und zwischendurch kamen dann noch Blasorchester oder Panflötengruppen. Jede Gruppe hatte ein anderes Kostüm an, das aber ähnliche Bestandteile hatte. So sahen wir viele Dreizacken, Masken von Inkagöttern und dem Teufel (was es mit dem Teufel auf sich hat, haben wir leider nicht herausgefunden), Schuhe mit unglaublich vielen Glocken, weite Röcke, viele Frauen in schwarzen Minikleidern und Männer in Anzügen mit Cowboyhüten. Die führten dann immer verschiedene Tänze auf, die durch Trillerpfeifen koordiniert und von Schlachtrufen begleitet wurden. Leider kann ich hier keine Videos sondern nur Fotos einfügen, aber das Ganze war ein unglaubliches spektakel.

Tänzer mit Masken und dahinter eine der Marching bands

Da das eigentliche Highlight von Puno der See ist, haben wir uns am nächsten Tag dann darauf begeben. Der Titikaka See ist der größte See auf einer solchen Höhe und eine natürliche Grenze zwischen Bolivien und Peru. Das eigentlich Besondere an ihm sind aber die Islas de los Uros. Das ist ein Volk, dass immer noch unter sich, mit einer eigenen Sprache und Tradition auf schwimmenden Inseln lebt. Die Inseln bestehen aus einer besonderen Art Stroh (totora) die im See wächst. Die Wurzeln des Strohs sind etwa 1 Meter dick und schwimmen im Wasser, die einzelnen Wurzeln werden zusammengebunden damit sie große Flächen bilden und auf sie wird eine Meter hohe Strohschicht gelegt, die regelmäßig ausgetauscht werden muss, da das Stroh verfault. Damit die Inseln nicht frei umherschwimmen sind sie mit Ankern befestigt. Insgesamt gibt es etwa 60 dieser Inseln und auf jeder wohnen 4-10 Familien in kleinen Strohhütten. Ursprünglich hat das Volk der Uros auf Booten gelebt und sind die ganze Zeit umhergefahren und haben gefischt, durch eine Initiative der Regierung haben sie aber Ende des 1900 angefangen diese Inseln zu bauen, um ihr selbstständiges Leben durch Tourismus zu finanzieren.

Miniversion einer Insel: zu sehen sind die Wurzel, das frische Stroh, zwei Häuser mit Boot und eine Küche

Und so sind auch wir auf eine der Inseln gefahren um das Leben der Uros kennenzulernen. Die Inseln kann man nur mit einer Tour besuchen. Die einzelnen Schiffe werden dann Inseln zugeteilt, immer abwechselnd, damit jeder Geld verdient und auch Ruhetage hat. Auf der Insel wurde uns erklärt wie die Inseln entstanden sind, was ihr Volk so ausmacht und dann wurde uns in Gruppen von Familien ihre Häuser und Handarbeiten gezeigt. Zum Ende hin konnten wir noch mit einem ihrer traditionellen Schiffe zur Hauptinsel fahren (die ist ein bisschen größer und hat einen Supermarkt).
Es war echt spannend einen Einblick in das Leben der Uros zu erhalten, vor allem da die Gemeinschaft völlig unter sich bleibt, ein eigenes Krankenhaus und Schulen hat und einige Inseln auch nicht für Touristen offen sind.

Die Insel die wir besucht haben, in den Hütten die zu sehen sind, lebt jeweils eine Familie (zwischen 3-6 Personen)

Nach den Inseln der Uros ging es weiter auf die Insel Taquile. Diese Insel ist eine der Größten des Sees und dort lebt ebenfalls ein Volk mit eigenen Traditionen. Hier haben wir die Insel angeschaut, Mittag gegessen und ebenfalls etwas über das Volk der Insel gehört. Die Menschen in Taquile leben auch sehr unter sich und entwerfen gerade Konzepte um den startenden Tourismusboom einzudämmen.

Taquile

Colca Canyon

Von Arequipa ging es dann um 3 Uhr in der früh los zum Colca Canyon der etwa zwei Stunden von Arequipa entfernt ist. Dort haben wir die nächsten zwei Tage mit einer Tour verbracht. Nach einem kleinen Frühstück in einem der größten Dörfer vor dem Canyon und einem Stopp an einer Aussichtsplattform für Kondore (für alle die sie nicht kennen: ein Kondor ist ein riesiger Vogel mit einer Spannweite von bis zu 3 Metern, der nur in den Anden vorkommt), ging dann unsere Wanderung los. Wir sind zuerst in das Tal des Canyons abgestiegen und dann zum Mittagessen auf der anderen Seite wieder ein Stück nach oben. Der Abstieg in das Tal war relativ entspannt, die Sonne war sehr heiß und der Boden ab und an rutschig aber sonst war das Ganze nur anspruchsvoll für die Knie da es 3 Stunden lang einfach nur bergab ging. Nach dem Mittagessen ging es dann 2 1/2 Stunden weiter zu unserem Übernachtungsplatz, auch Oase genannt, die man auch schon während der Wanderung die gesamte Zeit sehen konnte.

Die Oase, die nur zu Fuß oder mit Eseln zu erreichen ist

Die Wanderung zur Oase verlief mit einigen Auf und Abs auch relativ angenehm. Wir mussten an einer Stelle durch den Fluss laufen, was ganz cool war. Außerdem hatte es beim Mittagessen geregnet weswegen es nicht mehr ganz so heiß war. Das bedeutete leider auch, dass es in der Oase relativ kalt war und so sind wir nicht mehr in den Pool gegangen, sondern haben unser Abendessen gegessen, ein bisschen mit allen gequatscht und sind schon um halb neun völlig erschöpft schlafen gegangen (Die Zimmer waren überaus spartanisch, außer Betten gab es absolut nichts, kein Licht und die Fenster waren aneinandergereihte Bambusstäbe).

Der Abstieg in den Canyon

Am nächsten Tag ging es dann um fünf Uhr zum Frühstück erst einmal drei Stunden an den Aufstieg aus dem Canyon. Das heißt, dass wir ohne zu frühstücken eine Strecke von 5 Kilometern und 1200 Höhenmetern mit Muskelkater gelaufen sind. Das Ganze war einfach nur unglaublich anstrengend und erschöpfend und jeder hat sich einfach nur gefreut, als er oben angekommen ist (die ganz Faulen haben länger geschlafen und sind auf einem Esel nach oben geritten). Nach dem dann absolut verdienten Frühstück sind wir mit ein paar Stopps an Aussichtspunkten zu heißen Quellen gefahren. Das Baden in 35 Grad heißem Wasser hat auf jeden Fall den Muskelkater gelindert und die Gemüter wieder fröhlicher gemacht. Auf der Rückfahrt nach Arequipa haben dann aber trotzdem fast alle die gesamte Zeit durchgeschlafen.

Das Ende des Aufstiegs aus dem Canyon

Trotz der unglaublich anstrengenden Wanderung hat es sich auf jeden Fall gelohnt. Der Canyon hatte eine unglaublich schöne Natur zu bieten, mit verschiedenen Bergen und vielen Terrassen auf denen verschiedenste Sachen angebaut werden. Da wir zum Anfang der Regenzeit gekommen sind, war der gesamte Canyon grün, was ihn definitiv wesentlich schöner gemacht hat. So hatten wir einen schönen zwei Tagestrip der auch wenn unser Guide komisch war und uns jetzt alles weh tut, sich definitiv gelohnt hat.

Arequipa

Basilica Catedral de Arequipa

Arequipa war unser erster Stopp in Peru und der beste den wir haben konnten. Ein Grund dafür war auf jeden Fall die Höhe. Da ganz Peru ziemlich hoch gelegen ist, muss man sich erst einmal an die Höhe gewöhnen und da ist Arequipa mit 2.300 Metern eine bessere Wahl gewesen wie unser nächster Stopp Puno mit 3.800 Metern. Der andere Grund ist, dass die Stadt echt schön ist. Durch einen Vulkan in der Nähe der Stadt gibt es hier sehr viele weiße Steine aus denen fast alle Häuser gebaut sind, was der Stadt einen wundervollen Charakter gibt, da alles so hell und klar ist. Durch die hellen Steine hat die Stadt auch sehr sauber gewirkt. Der Plaza de Armas (das Zentrum fast jeder spanischgebauten Stadt) war ziemlich beeindruckend. Er ist umringt von Gebäuden mit Balustraden und an einem Ende steht eine riesige Kathedrale.

Vorhof der Kathedrale

An unserem ersten Tag hier haben wir die Stadt erst ein bisschen selbst erkundet und danach eine Free Walking Tour gemacht, wo uns sehr viele Museen und Kirchen gezeigt wurden. Was ich besonders interessant finde ist, dass Arequipa schon immer der Unruheherd Perus war, in dem Aufstände und ähnliches geplant wurden, passen dazu gab es auf dem Plaza de Armas eine Demonstration gegen die Korruption der Polizei.

Alpaka Museum

An unserem zweiten Tag waren wir dann in einigen der Museen und Kunstgalerien. Eines der Museen war ein Alpakamuseum, wo es ein 10 Tage altes Alpaka gab und man die Tiere füttern durfte. In der ganzen Stadt gab es dazu auch unzählige Läden die Kleidung aus Alpakawolle verkaufen. Da hab ich mir dann auch den obligatorischen Lamapulli gekauft und Frane schaut gerade noch nach einem Poncho.
Wir waren danach dann in einer Art Gallery der Universität wo es einen Patio im Stil von Vincent Van Gogh gab, was besonders ich echt schön fand. Danach waren wir noch in einem Thai-Peru-Restaurant. Ziemlich seltsame Mischung auf den ersten Moment aber es passt doch erstaunlich gut zusammen. Es gab zum Beispiel peruanische Kartoffeln und Gemüse im thailändischem Curry.

Vincent van Gogh aus Stroh umringt von Hockern mit seinen Bildern

Neben der Besichtigung der Stadt und einiger ihrer Museen haben wir uns gegen Gelbfieber impfen lassen, damit wir in einigen Tagen in den Dschungel können. In einem Krankenhaus in der Stadt wird die Impfung einmal in der Woche kostenlos angeboten. Das Ganze war auch super einfach zu machen. Wir mussten uns in eine Schlange stellen und neben super vielen Kleinkindern ein paar Minuten warten, dann einen Zettel mit unseren Daten ausfüllen und schon wurden wir geimpft, alles super entspannt und wir haben uns das Geld für die Impfung gespart und können jetzt auch noch einen Besuch in einem peruanischen Krankenhaus auf unsere Liste setzen.

Arica

In Arica haben wir genau eine Sache gemacht: Absolut gar nichts. Nach den drei Tagen in der Wüste, an denen wir von morgens bis abends unterwegs waren, haben wir uns nur nach einer Sache gesehnt, nämlich Ruhe.
Arica ist eigentlich eine sehr coole Stadt. Sie liegt am Meer, man kann gut schwimmen und surfen, es gibt Schildkröten und in der Gegend viele schöne Berge und Täler. Die Innenstadt soll auch ganz schön sein.
Wir haben genau zwei Sachen von der Stadt gesehen, den Busbahnhof und unser Hostel. Das wars. Wir hatten uns ein Hostel am Ende der Stadt ausgesucht, wir wussten dass es weit weg vom Zentrum ist, was uns nicht bewusst war, war dass das Hostel bereits in einem kleinen Vorort der Stadt war. Das der Ort klein war, beweist am Besten der Fakt, dass die Straßen nicht geteert waren. Da es also in unserer Umgebung nichts zu tun gab, haben wir unsere zwei Tage damit verbracht zu essen, am Pool zu sitzen, Blacklist anzuschauen und uns über Peru zu informieren. Da ist unsere Reise nämlich danach hingegangen. Wir hatten eigentlich noch geplant uns gegen Gelbfieber impfen zu lassen, dann aber gelesen dass man das in Peru kostenlos kann. Wir hatten auch überlegt mit einem kleinen süßen Zug über die Grenze nach Peru zu fahren. Da der aber nur in der Früh und sehr spät Abends gefahren ist, haben wir das auch gelassen.
Also sind wir mit dem Bus nach Tacna, einer Stadt direkt hinter der Grenze gefahren. Der Grenzübergang war der Lächerlichste den wir beide jemals überquert haben. Ich habe ein Visum für 90 Tage bekommen, Frane eins für 60. Ist aber auch egal, wir werden nicht länger als 30 Tage im Land bleiben. Unser Gepäck wurde durchleuchtet, aber der Sicherheitsmann hat nicht auf den Bildschirm geschaut sondern sich mit seinem Kollegen unterhalten. Also hätten wir doch unseren Pisco mitnehmen können (Pisco aus Chile darf nicht nach Peru eingeliefert werden, wahrscheinlich damit beide Länder ignorieren können, dass Pisco in einem anderen Land auch existiert).
Jetzt sind wir auf jeden Fall bestens vorbereitet auf Peru und gut ausgeruht um das Land zu erkunden. Gerade befinden wir uns in Arequipa, nah an der Grenze. Dort gewöhnen wir uns gerade an die Höhe. Die Stadt ist mit 2300 Metern nämlich noch relativ weit unten gelegen.

San Pedro de Atacama Tag 3

Geyser del Tatio

Tag drei in Atacama war der eindrucksvollste und anstrengendste. Wir mussten um 4 Uhr aufstehen um zu den größten Geysiren Südamerikas zu fahren, denn die sind nur in der früh aktiv. Also sind wir um halb fünf zwei Stunden im dunkeln über Schotterwege zu den Geysiren gefahren. Das Gute an der Straße war, dass man nicht einschlafen konnte, weil das Auto so viel gewackelt hat. Das Gute an der Uhrzeit war, dass wir dadurch einen Kojoten und mehrere Esel auf der Straße gesehen haben. Das frühe Aufstehen hat sich auch auf jeden Fall gelohnt! Wir waren eine der ersten bei den Geysiren und konnten den Sonnenaufgang anschauen, während um uns herum Geysire Wasser und Rauch spuckten, was ein unbeschreiblicher Eindruck war. Die Geysire haben teilweise Wasser bis zu 7 Meter hochgespuckt und kamen in allen möglichen Formen und Varianten vor. Und es gab ein großes Steinbecken, dass durch das heiße Wasser der Geysire gewärmt wurde und in dem man schwimmen konnte, was wir natürlich gemacht haben. Das Wasser war angenehm warm bis heiß, aber sobald man ein Körperteil aus dem Wasser gestreckt hat, ist man sofort erfroren.

Auf dem Rückweg von den Geysiren konnten wir gar nicht glauben, was für Landschaft um uns herum war. Auf der zwei Stunden Autofahrt sind wir an grünen Ebenen mit Lamas und Alpakas, an Salz und Steinwüsten, Tälern mit Kakteen, Salzlagunen mit Flamingos und noch vielem mehr vorbeigefahren. Wir konnten kaum glauben, dass wir das alles in der früh im Dunkeln nicht gesehen haben. Die Landschaft war so unglaublich abwechslungsreich und spannend, dass wir fast jede 10 Minuten angehalten sind.

Auf der Rückfahrt von den Geysiren, eine grüne Ebene mit viel Wasser auf der wir Lamas und Flamingos gesehen haben. Würde man sich umdrehen, wäre hinter mir eine sandige Steinwand auf der anderen Seite der Straße.

Da wir am Tag zuvor nicht zur Salzlagune gefahren sind, waren wir nach den Geysiren bei der Laguna Baltinache. Das war eine Salzlagune im nirgendwo, in der man Schwimmen konnte. Wie im toten Meer konnte man in der Lagune nicht untergehen und sich einfach treiben lassen, was super viel Spaß gemacht hat. Allerdings waren wir danach so unglaublich weiß vom Salz und unsere Badekleidung hart wie Stein. Die Lagune bestand aus drei kleineren Lagunen, in denen man nicht Schwimmen durfte, und einer großen in der es erlaubt war. Das Wasser hatte eine unglaublich schöne blaue Farbe und durch die ganzen Salzkristalle, sah es aus, als wäre die Lagune mit Eis überzogen und nur ein kleines Loch offen.

Laguna Baltinache

Die drei Tage in der Atacama Wüste waren unglaublich spannend, aber auch sehr anstrengend. Wir sind jeden Tag früh aufgestanden und spät schlafen gegangen um so viel wie möglich zu sehen. Deswegen dachten wir uns dass wir uns für die letzten Tage in Chile noch etwas Entspannung gönnen und so sind wir jetzt für zwei Tage nach Arica, direkt an der Grenze zu Peru gefahren um dort noch ein bisschen am Strand und Pool zu entspannen, bevor es weiter nach Peru geht.

Laguna Baltinache – mitten in der Wüste umgeben von Bergen sind hier einfach ein paar Salzlagunen

San Pedro de Atacama Tag 2

Valle de la Luna

An unserem zweiten Tag waren wir jetzt mit dem Auto unterwegs. Zusammen mit Ari und Pancho sind wir in der früh zum Valle de la Luna (dem Tal des Mondes) aufgebrochen. Tal des Mondes heißt es weil die vielen Steinformationen und Sanddünen die man dort sehen kann, an die Landschaft auf dem Mond erinnert und allgemein sehr kahl und außerirdisch erscheint.

Das Tal ist 10 km lang und sehr bergig. Wir hatten uns am Tag davor überlegt, die Strecke mit dem Fahrrad zu fahren (zum Tal selbst sind es nur 3km von San Pedro aus). Im Nachhinein waren wir sehr froh, dass wir ein Auto hatten, denn im Tal war es unglaublich heiß. Es gab absolut keinen Schatten und der Sand und die Steine haben die Wärme der Sonne aufgenommen, weswegen es sich noch viel wärmer angefühlt hat. Wir haben einige Fahrradfahrer gesehen, konnten aber alle nicht verstehen wie sie die Hitze ausgehalten haben, vor allem da das Tal auch sehr bergig war.

Witzige Story am Rande: Wie jedes Mal wenn ich mit einem geliehen Auto unterwegs bin, ist uns auch dieses Mal wieder etwas passiert. Dieses mal wollten wir auf einem Parkplatz halten der sehr sandig war. Unser Auto war ein sehr großer Truck der dann prompt im Sand stecken geblieben ist. Im Ende konnten wir mit der Hilfe von drei weiteren Personen das Auto aus dem Sand schieben, das Ganze war aber schon wieder ganz schön anstrengend, aber auf jeden Fall besser als im Schlamm stecken zu bleiben.

Wie bereits gesagt, wir haben unglaublich viele Fotos gemacht. Pancho hatte eine extrem gute Handykamera und hat daher kaum etwas anderes gemacht als Fotos von allem und jedem

Nach dem Valle de Luna waren wir alle sehr erschöpft durch die Hitze und wollten zu einer Laguna in der man baden kann. Allerdings hat sich dann herausgestellt, dass der Eintritt zur Laguna sehr teuer ist und wir haben uns dazu entschieden am nächsten Tag zu einer anderen Lagune zu fahren in der man auch schwimmen kann. Daher waren wir dann nur noch an einer alten Ruine in der Nähe von San Pedro. Die Ruine war von einem Volk der Atacamawüste, dass ihre Stadt 10 Jahre lang gegen die Spanier verteidigen konnte.

Ruinen Pukara de Quitor

San Pedro de Atacama Tag 1

Salzlagune mit Flamingos

Die Atacama Wüste. Auf die haben wir beide uns sehr gefreut. Für uns beide war es die erste Wüste die wir jemals gesehen haben und dementsprechend hatten wir die Klischeeerwartungen: überall Sand, Dünen und unglaubliche Hitze ohne grün oder Wasser. Die Atacama Wüste hat uns daher ziemlich überrascht. Noch nie habe ich eine so vielfältige Landschaft an einem Ort gesehen. Es gab so viele unglaublich verschiedene Regionen, dass man kaum glauben konnte, das sie alle nur ein paar Kilometer voneinander entfernt sind. Dadurch das die Wüste umgeben von Vulkanen und Bergen ist, wird die Landschaft davon sehr geprägt. So waren wir auch mal auf 4000 Höhenmetern wo es dann schon wieder relativ kalt war. In den drei Tagen in der Wüste haben wir unglaublich viel gemacht und gesehen. So viele Bilder wie von der Wüste, habe ich in vier Monaten Santiago nicht gemacht. Den ersten Tag waren wir mit einer Tour unterwegs, da die aber sehr teuer sind, waren wir die anderen beiden Tage im Auto unterwegs, aber dazu später mehr. Da wir so viel erlebt haben, teile ich die Zeit in der Wüste auf. Hier jetzt unser erster Tag:

Salzwüste. Im Hintergrund zu sehen sind tausende von Salzsteinen, die viele Teile der Gegend ausmachen.

An unserem ersten ganzen Tag in der Wüste sind wir mit einer Tour in die Hochebene um San Pedro de Atacama gefahren. Zuerst haben wir einen Stopp an einer Salzlagune gemacht bei der es Flamingos gibt. In der ganzen Gegend gibt es ziemlich viele Salzlagunen mit Flamingos, die Chaxa Laguna ist aber eine der bekanntesten. Nach der Lagune ging es weiter zu einem kleinen Dorf im nirgendwo, dass vor allem vom Tourismus lebt. Das Dorf teilt alles miteinander, ihre Einnahmen aus dem Tourismus und ihre Landwirtschaftlichen Erzeugnisse. Es war ziemlich beeindruckend zu sehen, dass es noch Menschen gibt, die an so entlegenen Orten leben. Nach dem Dorf ging es in die Hochebene auf 4000 Meter wo wir verschiedene Lagunen angesehen haben. Eine der beeindruckendsten Sachen an der Wüste war wie viel Grün es doch überall gab. Durch die Berge gibt es einige Flüsse die durch Eisschmelzen entstehen und das Tal mit Wasser versorgen, deswegen haben wir immer wieder grüne Flächen inmitten von karger Landschaft gesehen.

Links im Hintergrund kann man einen Grünstreifen in der sonst so kargen Landschaft sehen (bei fast allen Grünstreifen konnte man auch Häuser sehen)

Am Abend nach der Tour haben wir dann das Glück gehabt eine Spanierin und einen Chilenen kennenzulernen, die uns über Couchsurfing angeschrieben hatten. Die beiden hatten sich ein Auto gemietet und uns gefragt ob wir mit ihnen fahren wollen. Da die beiden in Deutschland studieren, war die Sprache auch keine Barriere mehr und wir haben uns die ganze Zeit in einem Mix aus Spanisch und Deutsch unterhalten. So sind wir abends zum Sonnenuntergang schauen noch zu einem Aussichtspunkt gefahren und haben geplant was wir in den nächsten zwei Tagen so gemeinsam machen werden.

Salzlagunen

Santiago

Santiago bei Nacht 2019

Santiago. Mein Santiago. Ich kann kaum glauben, dass ich in dieser Stadt nur für 4 Monate gelebt habe, es kommt mir soviel länger vor. Jetzt wo ich der Stadt Auf Widersehen sagen musste, dachte ich mir, dass ich ihr auch noch einen Post widmen sollte. Denn Santiago ist mir erstaunlich stark ans Herz gewachsen. Vor allem in den ersten Wochen hätte ich das kaum geglaubt. Da war die Stadt für mich nur groß, dreckig und laut. Doch das hat sich mit der Zeit geändert, was an drei Dingen lag:

Barrio Brasil 2019

1. Barrio Brasil
Wir haben alle sehr lange überlegt, in welchem Teil Santiagos wir leben möchten. Uns wurde viel empfohlen und was wir die ganze Zeit gehört haben war, dass wir nach Providencia ziehen sollen, dem teuersten und „sichersten“ Teil Santiagos. Der war allerdings auch sehr weit von der Uni entfernt und die Zimmer die wir dort gesehen haben, waren alle klein, teuer und nicht sehr schön. Also habe ich mir Zimmer im Viertel in der Nähe unseres Airbnbs angeschaut und mich sofort verliebt. Das Haus war alt, im Barrio Brasil hat früher der Adel der Stadt gelebt, mein Zimmer war richtig schön und hell, und das Viertel hatte alles was ich wollte, eine Supermarkt, zwei Metrostationen in der Nähe und ganz viele Bars, denn dafür ist das Barrio Brasil bekannt. Im Nachhinein war es die beste Entscheidung die ich und auch die anderen treffen konnten. So konnten wir in weniger als 10 Minuten von einem von uns von der Leuphana zum anderen laufen, konnten immer zusammen einen Uber nehmen und wohnten in einem Viertel mit vielen Bars und Graffiti, dass ein sehr schönes Ambiente hatte. Es war zwar nicht ganz so sicher wie Providencia, aber als dann die Proteste angefangen haben, war es dann auf einmal bei uns doch ruhiger als dort. Jetzt kann ich auf jeden Fall sagen, dass das Barrio auf jeden Fall einer der Gründe war, weshalb ich mich in der Stadt so wohlgefühlt habe.

Wandern in der Nähe von Santiago

2. Freunde
Natürlich sind Freunde immer einer der Gründe wieso man sich an einem Ort wohlfühlt und so war es in Santiago auch. Dadurch das wir AustauschstudentInnen von der Leuphana uns von Anfang an so gut verstanden haben, hat das den Einstieg in das Leben in Chile sehr vereinfacht. Dadurch das wir so nah aneinander gewohnt haben, war es einfach sich ständig zu sehen und so haben wir in und außerhalb der Uni ständig etwas zusammen gemacht. Und als dann die Proteste angefangen haben, konnten wir immer noch zu Fuß zueinander laufen, haben Übernachtungsparties gemacht und sind zusammen auf Demonstrationen gegangen. Dabei hatte man dann immer jemanden bei sich, der das ganze ähnlich wahrnimmt wie man selber und so konnte man sich immer über seine Eindrücke austauschen, was sehr geholfen hat.

Demonstration in der Nähe des Parlaments Oktober 2019

3. Die Proteste
Man könnte jetzt sehr gut denken, dass durch die ganze Situation in Chile und vor allem durch die ganzen Ausschreitungen im Land, die Polizeigewalt und Menschenrechtsverletzungen, man das Land so schnell wie möglich verlassen möchte. Es gab auch definitiv ein paar Situationen in denen wir uns gefragt haben, ob es nicht das Beste wäre zu gehen, aber eigentlich wollten wir immer bleiben und sind auch froh das wir es getan hatten. Dadurch das unser Viertel von den Ausschreitungen und Protesten größtenteils in Ruhe gelassen wurden, hatten wir dort eine Ruhepol in den ganzen Aufregungen zu dem wir uns immer zurück ziehen konnten, wenn uns alles zu viel wurde. Die Proteste fingen am 18. Oktober an. Also genau in der Mitte unseres Aufenthaltes. Ich hatte in meinem Auslandssemester etwa 5 Wochen Uni, und ab Mitte Oktober frei, da die Uni im Streik war, beziehungsweise immer noch sind. Aber diese Situation mitzuerleben, die Wut der Menschen auf ihre Regierung und die Polizei zu spüren und sich mit Chilenen darüber auszutauschen, was genau und wieso passiert, war eine Erfahrung durch die ich wesentlich mehr gelernt habe, wie in einem „normalen“ Auslandssemester. Deswegen bin ich auch nicht traurig darüber, dass mein Semester anders als der Plan verlaufen ist. Durch die Proteste und die Demonstrationen auf die wir auch gegangen sind, habe ich mich mit diesem Land und dieser Stadt viel verbundener gefühlt, als ich für möglich gehalten hätte. Ich habe das Gefühl, dass ich das Land und seine Leute jetzt viel besser verstehen kann, als ich es ohne die Proteste hätte können. Deswegen haben die Proteste auf jeden Fall dazu beigetragen, dass ich Santiago in mein Herz geschlossen habe.

Silvester am Plaza de Dignidad

Santiago ist keine besondere Großstadt. Sie hat einen Fluss, der einfach nur traurig zu betrachten ist und kaum Fluss genannt werden kann, sie hat Schwierigkeiten mit der Sauberkeit und mit Kriminalität und vor allem ein Smogproblem. Objektiv betrachtet, gibt es kaum Gründe diese Stadt zu mögen. Es gibt ein paar schöne Parks, aber man merkt dabei auch immer die Unterschiede zwischen Arm und Reich. Für Touristen würde ich die Stadt niemals empfehlen, es gibt zwar ein paar Sachen zu sehen und sehr viele interessante Museen und Berge in der Umgebung, aber einen wirklichen Besuch ist sie kaum wert. Trotzdem werde ich die Stadt und ihre Atmosphäre vermissen. Werde es vermissen auf dem Plaza Dignidad zu demonstrieren und Tränengas in der Luft zu riechen, ich werde es vermissen zu meine Freundinnen zu laufen um zusammen zu kochen, bouldern zu gehen oder sich durch die vollen Straßen der Estacion Central zu schlängeln um zur Uni zu gelangen ohne dabei seine Tasche zu verlieren. Santiago ist eine sieben Millionen Stadt und das merkt man jeden Tag. Trotzdem hat sie ihre schönen Ecken und ich werde mich immer daran erinnern, dass ich dort vier Monate wohnen durfte.

Santiago. Die Stadt in der ich 4 Monate leben durfte, und die ich trotz aller Schwierigkeiten zu schätzen gelernt habe.
Cerro San Cristobal 2019

La Serena y Valle de Elqui

Japanischer Garten La Serena 2020

La Serena und das Valle de Elqui waren unser erster richtiger Stopp auf unserer Reise. Jetzt im neuen Jahr haben wir wirklich Santiago verlassen und uns auf den Weg nach Kolumbien gemacht. Und da war unser erster Halt La Serena, eine 200.000 Einwohnerstadt an der Küste, etwa sechs Stunden von Santiago entfernt. Die Stadt war ziemlich groß und nicht wirklich besonders. Das Stadtzentrum mit seinem Plaza de Armas war ganz schön, dort gab es einen kleinen Handwerkermarkt. Sonst hatte die Stadt nur einen Strand mit sehr kaltem Wasser und einen japanischen Garten zu bieten. Der japanische Garten war klein aber sehr schön, und ganz witzig das wir alle zum ersten Mal in Chile in einem japanischen Garten waren.

Die Sternenbadewanne in unserem Hostel
Nachts wird die Wanne mit der Energie der Sterne getankt und wenn man dann morgens in der Wanne badet, sammelt man so gute Energie

Da La Serena wirklich nicht sehr besonders war, haben wir uns sehr schnell auf den Weg ins Valle de Elqui gemacht. Das Tal ist zwei Stunden von La Serena entfernt und für seine Piscoproduktion (ein typischer chilenischer und peruanischer Alkohol) und den besten Sternenhimmel Chiles bekannt. Es wurde uns vor allem von Chilenen empfohlen und ist ein sehr ruhiger Ort mit sehr vielen kleinen Dörfern. Man hat aber schnell gemerkt, dass wir hier schon in der Wüstenregion sind, denn mittags war es unglaublich heiß und abends wieder sehr kalt. Dafür waren die Sterne aber wirklich atemberaubend. Wir haben an einem Abend eine Tour in ein Observatorium in der Nähe gemacht (Fun Fact: 60% aller Teleskope weltweit stehen in Chile, da es einen der besten Nachthimmel hat). Im Observatorium wurden uns die bekanntesten Sternenbilder der südlichen Hemisphäre gezeigt und wir konnten einige Sterne aus der Nähe betrachten, was unglaublich interessant war. Eine der besten Sachen war aber der Mond. Durch das Teleskop konnte man die Krater richtig gut sehen und wir konnten ein Bild machen, was einfach nur super spannend aussieht.

Der Mond über dem Valle de Elqui am 4. Januar 2020

Neben dem Beobachten der Sterne waren wir auch baden und haben uns die Gegend angeschaut. Was natürlich auch nicht fehlen durfte, schließlich ist das Valle de Elqui bekannt dafür, war eine Pisco und Weinverkostung. Vor allem das Probieren von verschiedenen Piscos und mehr über dessen Herstellung zu erfahren, war für uns sehr interessant, denn wir alle kannten den Alkohol bevor wir nach Südamerika gekommen sind nicht. Pisco ist vergleichbar mit Rum und Whiskey, je nach Sorte mischt man ihn (der bekannteste Cocktail ist hier der Pisco Sour) oder trinkt ihn pur oder auf Eis. Laut unserer Führerin sollte man ihn allerdings niemals mit Cola mischen (was aber eines der beliebtesten Partygetränken der Chilenen ist).

Valle de Elqui 2020

Das Tal mit seinen unzähligen Weinplantagen hat uns sehr gut gefallen. Besonders fanden wir auch den Unterschied zwischen dem grünen Tal und den trockenen, staubigen Bergen um das Tal herum. Man hat sehr deutlich gemerkt, dass die Region zur Wüste gehört und das Trockenheit in Zukunft ein größeres Problem werden wird. Denn mit 66ml Niederschlag im Jahr und schwindendem Schnee in den Bergen, wird Wasser im Tal immer knapper, was auch für die Wein und Piscoproduktion eine Herausforderung werden wird.

Patagonien

19. -27. Dezember 2019

Torres del Paine 2019

Patagonien, das Ende der Welt. So weit im Süden war ich noch nie und werde es wahrscheinlich auch nie wieder sein. Patagonien, der Beginn unserer Reise. Einen besseren hätten wir uns kaum suchen können. Nachdem Frane und ich einige Tage in Santiago verbracht haben, sind wir dann am 19. Dezember nach Patagonien aufgebrochen. Eigentlich war der Plan, dass wir hin fliegen und zurück Bus fahren würden. Wir hatten extra im Internet nachgeschaut wann der Bus fahren würde und haben dann entsprechend geplant. Womit wir nicht geplant hatten, war dass die Informationen im Internet nicht richtig waren. Dementsprechend mussten wir leider vor Ort noch einen Flug zurück nach Santiago buchen, schließlich wollten wir für Silvester wieder in Santiago sein.

Nach diesem ersten Rückschlag ging unsere Reise in Patagonien dann richtig los und zum ersten Mal fühlte ich mich in Chile wie ein Tourist, und gleichzeitig auch noch viel zu jung. In Patagonien waren die meisten Menschen die wir trafen, selbst in den Hosteln zumindest 5- 10 Jahre älter als wir. Was vermutlich kein Wunder ist, schließlich ist Patagonien nicht gerade dafür bekannt günstig zu sein.

Puerto Natales 2019

Unsere Reise begann in Puerto Natales wo wir am ersten Tag die Stadt anschauten. Sehr klein, aber mit viel Charme und die Küste war sehr schön, alles sehr ruhig. Die meisten Menschen sind nur hier um sich für Torres del Paine auszurüsten, genauso wie wir. Denn am nächsten Tag ging es dann für den Tag in den berühmtesten Nationalparks Patagoniens – Torres del Paine. Wir waren leider nur einen Tag da, weil wir nicht viel Zeit hatten und auch nicht das nötige Equipment, aber für den Tag hat es sich auf jeden Fall gelohnt. Wir haben die bekannteste Tagestour – Mirador Los Torres- gemacht. Die Wanderung war insgesamt etwa 7 Stunden lang, teilweise sehr anstrengend, aber für den Blick auf die drei Türme, definitiv jede Anstrengung wert!

Torres del Paine – Aussicht auf die drei Türme

Nach unserem Tag in Torres del Paine ging es dann weiter in den argentinischen Teil Patagoniens. Nach einer langen Busfahrt über die Grenze und El Calafate, kamen wir dann abends in El Chalten an. El Chalten war definitiv mein Highlight der Reise, eine sehr kleine, sehr unterschätzte Stadt. Zum einen war das Hostel in dem wir schliefen, wirklich schön und gemütlich, zum anderen war die Stadt super klein und am Ende der Stadt fingen bereits all die Wanderwege an. Da gab es auch eine super Auswahl an kurzen und langen Wanderungen die man machen konnte. Leider hat das Wetter nur nicht so ganz mitgespielt. Da es an unserem ersten ganzen Tag dort fast den ganzen Tag geregnet hat, haben wir den Großteil des Tages mit Lesen und in einem Café verbracht, erst am späten Nachmittag konnten wir dann doch noch eine zwei Stunden Wanderung zu einem Wasserfall machen. Am nächsten Tag aber, bevor wir weiter nach El Calafate gefahren sind, haben wir dann noch die sieben Stunden Wanderung zu der Laguna de los Tres gemacht. Eine super schöne Wanderung, bei der man die ganze Zeit Aussicht auf das Tal und auf den Fitz Roy hatte. Nur die letzte Stunde war eine ziemliche Kletterpartie durch ein Flussbett, aber auch hier hat es sich für die Sicht definitiv gelohnt.

Wasserfall bei El Chaltén
Laguna de los Tres 2019

Nach El Chalten ging es dann am 23. Dezember zu unserer letzten Station, El Calafate. Die Stadt war nicht sehr besonders, relativ groß im Vergleich zu Puerto Natales und El Chalten. Dort konnte man auch nicht so viel machen, außer Ausflüge, die man aber alle mit Touren buchen musste. Wir sind deswegen nur zum absoluten Highlight gefahren, der Gletscher Perito Moreno. Er ist einer der einzigen Gletscher die momentan noch relativ gleich in ihrer Größe bleiben, und er ist der größte Gletscher der südlichen Hemisphäre und sehr beeindruckend! Vor Ort gab es viele Wanderwege um den Gletscher aus verschiedenen Winkeln anzusehen und es war immer wieder beeindruckend zu sehen wie groß der Gletscher wirklich ist. Man hat auch die ganze Zeit gehört wie das Eis bricht, was sich jedes mal wie ein Kanonenschuss angehört hat. Perito Moreno war auf jeden Fall auch eines der Highlights in Patagonien.

Perito Moreno 2019

Den 25. Dezember haben wir dann gemütlich in unserem Airbnb in El Calafate verbracht, mit einer wunderbaren Aussicht auf die Lagune. Am nächsten Tag sind wir dann zurück nach Puerto Natales und Chile gefahren um dort dann am nächsten Tag nach Santiago zurückzufahren.

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